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Beckenwechsel AZB --> HB

Hallo!

Sobald die Triops im Aufzuchtbecken zu wenig Platz haben, steht der Wechsel in das Hauptbecken an. Da liest man im Internet ja auch von mehreren Methoden: Ob vom Einlassen von Wasser mittels sehr dünnen Schlauch, Tröpfchenmethode, stundenweises Umschöpfen von einer kleinen Wassermenge usw. usf.

Mit welcher Methode arbeitet ihr am liebsten? Irgendwie finde ich ja die Tröpfchenmethode sehr sympathisch, auch wenn es sicher sehr lange dauern würde. Aber gerade deswegen soll es ja so sicher sein, oder?

Ich hab mir kurz mal gedacht, ob das nicht möglich wäre, das AZB im HB so zu integrieren, sodass das HB-Wasser von Anfang an das AZB flutet bzw. mit Wasser versorgt und daher eine Umgewöhnung der Triops hinfällig wäre!? Hier zankt sich wohl die Thematik der Wasserwerte, da ja jene Werte vom HB nauplienfreundlich sein müsste. Hat das schon mal wer probiert? Blödsinn?

LG, Michael

Hi Michael,

probiert hab ich das mit dem "integrierten" AZB ins HB nicht. Ich stelle mir das eben für die Nauplien nicht so gut vor. Die sind ja sehr klein, wo bitte soll da das Wasser reinkommen? Außerdem ist eine Fütterung dann gerade am Anfang mit dem feinen Futter schwierig, da es sich dann im gesamten Becken verbreitet.

Vielleicht ist ein Laichkasten mit so einem Netz eine Möglichkeit, damit die Nauplien nicht ins HB kommen. Die Problematik des Futters bleibt am Anfang dennoch.

Wie mache ich es? Ich entnehme dem AZB eine Menge Wasser und fülle das mit dem Wasser aus dem HB auf. Das mache ich mehrfach und irgendwann haben sie sich dran gewöhnt. Mit nem Schlauch mach ich das nicht.

Da ich für HB und AZB Leitungswasser verwende, sind die Wasserwerte auch ziemlich ähnlich, bzw. im HB ist das Wasser dann wieder besser als im AZB. Ich hatte halt nur eine Zucht dieses Jahr und da hat diese Methode ganz gut geklappt. Wenn du Wasser ins AZB bringst, solltest du vorher auch immer Wasser aus diesem entfernen.

Da mein AZB im HB steht, käme die Tröpfchenmethode für mich nicht in Frage. Sonst müsste ich das AZB tiefer stellen und eben aus dem HB entfernen. Und trotzdem muss Wasser entfernt werden oder die Triops in ein größeres AZB umgesiedelt wären (was Quatsch wäre, finde ich). Wenn du eh ein größeres AZB hast, da geht das schon eher. Meines ist bereits ziemlich voll gefüllt. Außerdem gebe ich während der Anzuchtphase (so ab Tag 4-7, je nach Wachstum der Triops) gerne frisches Wasser ins AZB. Irgendwann würde ich auch einen Wasserwechsel durchführen. So sind sie es dann schon gewöhnt und kommen mit dem Wechsel ins HB gut klar.

Nachdem meine letzte Aufzucht eben in der Phase des Umsetzens gescheitert ist, habe ich mir auch mehr Gedanken gemacht.

Ich werde es dieses Mal auch mit der "Tröpfchen Aklimatisierung" machen. Ich kann dann ja gerne mal ein Foto einstellen, wie meine Vorrichtung dafür aussieht.

 

Das mit einem "integrierten AZB" habe ich durchaus schon versucht.

Ich habe mir dazu extra ein Ablaichbecken gekauft, das nicht wie die meisten die Rillen/Schlitze an den Seiten oder im Boden hatte, sondern nur 1 mm große Löcher hat. Leider ist das Problem, dass die Nauplien so klein sind, dass sie da mit Leichtigkeit durchschwimmen. Ich dachte nicht, dass die so präzise schwimmen können, da das Rumgezucke normalerweise ja eher unkoordiniert aussieht.

Ein Netzablaichkasten dürfte zusätzlich noch das Problem haben, dass die Kleinen in den Fasern des Netzes hängen bleiben können und versterben.

Abgesehen davon, wie du schon richtig geschrieben hast, muss das Hauptbecken die Aufzuchtqualität haben. Zudem ist die Strömung der Filterpumpe auch nicht zu unterschätzen. Auch wegen dem Futter.

 

Dazu kommt noch, dass du dann die Resteier auch ins HB "spülst" und somit möglicherweise Nauplien im HB hast bzw die Eier nicht nochmal trocknen und neu ansetzen kannst, womit du viel von dem Ansatz "wegwirfst".

 

Allerdings habe ich auch schon einen Spontanschlupf im Hauptbecken durchgebracht. Ich habe auch schon davon gelesen, dass manche direkt den Ansatz ins HB schütten und das gut geht. Da ist dann aber wieder das Resteierproblem und du bräuchtest für jede Triops Art ein anderes Becken, weil du sonst die verschiedenen Arten-Eier miteinander vermischt.

Ich hoffe ich konnte dir helfen

Ich vermische das Wasser aus dem AZB immer mit dem aus dem Aquarium, indem ich wie Selena auch erst Wasser aus dem AZB entferne und dieses dann mit Wasser aus dem Aquarium auffülle. Das mache ich über den Tag verteilt mehrere Male. Beim umsetzen ist das Wichtige ja vor allem die Triops langsam umzugewöhnen. Ob man das jetzt mit einem Schlauch macht oder gleich das gesamte Wasser, welches man abgesaugt hat auffüllt macht nicht so den großen Unterschied, wenn die ausgetauschte Wassermenge anfangs nicht so groß ist (z.B. 1/4 der Füllmenge). Den Wasseraustausch kann man auch gut mit einem Wasserwechsel kombinieren. Ich denke das ist eine einfache und gute Methode um Triops an das Aquariumwasser umzugewöhnen. So lange man das Wasser immer nur teilweise austauscht sollte das Ganze ziemlich gut funktionieren.

Ich hoffe du kannst damit etwas anfangen.

LG Kaffekanne

Ich habe eben einen halben Liter Wasser im AZB gewechselt, weil das Nitrit etwas gestiegen ist.

Der Schlauch an dem der Sprudelstein hängt, dient dazu, dass das Wasser nicht ungebremst ins Becken tropft sondern sanft einläuft.

 

Ich habe einen Messbecher mit Wasser aus dem HB, in dem ist mit einem Saugnapf ein Luftschlauch befestigt.

Dieser geht dann ins AZB und wird mit einem Saugnapf so ausgerichtet, dass das Wasser an dem zweiten Schlauch ins Becken läuft.

Für 500 ml braucht diese Vorrichtung in etwa 15-20 Minuten.

Dosiert werden die Tropfen im Moment von einer Klemme, aber ich möchte einen Luftstromregulierer einbauen... muss ihn nur noch kaufen.

 

Hast du vorher Wasser abgesaugt oder hast du so viel Platz im AZB, dass der halbe Liter da ohne Probleme rein passt?

Nein, ich hab nen halben Liter abgesaugt

Vielen Dank für die rege Beteiligung 🙂

Ja, ich erinnere mich, hab auch schon wo anders mal gelesen, dass die Nauplien sich tatsächlich wo verfangen und sterben können. Dass sie dann aber durch 1mm große Löcher durchpassen, wundert mich auch. Da unterschätzt man sie dann doch scheinbar etwas, in der Kunst der Fortbewegung ;).

Um das Problem mit den kleinen Öffnungen im Laichkasten, wie auch die Wasserströmung usw. zu beheben, dachte ich jetzt schon spontan an einen Naturschwamm. Man kann ihn ja zu recht schneiden und so anmachen, dass das dann auch passt. Ob die Nauplien beim Schwamm ein Problem haben? Der Schwamm könnte ja auch mit Moos versehen werden?

Gut zu wissen, dass eigentlich alle Methoden triopstauglich sind. Ich werde wohl aber vorerst die Tröpfchenmethode probieren.

LG, Michael

Ich kann bisher nur soviel sagen, dass wenn man immer mit dem selben Wasser arbeitet (also in meinem Fall das eigene Osmosewasser, immer gleich aufgesalzen) auch beim Umsiedeln kaum Schwierigkeiten hat. Ich habe die kleinen Triops noch für eine Stunde mit so 10min Abständen, mit kleinen Portionen, an das HB-Wasser angewöhnt, quasi zur Sicherheit. Alles ging gut.