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Die Frage nach dem Futter

Was verfüttert man - oder eher ihr - den Triops?

Das ist immer eine gute Frage. Jeder hat damit andere Erfahrungen gemacht. Dazu ist es sogar von Art zu Art unterschiedlich! - Während man Cancris für gewöhnlich etwas weniger Proteinfutter gibt und dafür Pflanzliches verfüttert, gibt man den Longis mehr Protein und auch Lebendfutter.

Wichtig bei der Triopszucht ist eine gewisse Abwechslung. Ich kann natürlich jeden Tag ein paar Kraftfutter Kügelchen ins Becken werfen und es so hinnehmen. Aber haben die Triops ja dennoch Bedürfnisse;

Bei Longis zum Beispiel ist es gut, hin und wieder (gar 1 mal pro Woche) etwas Lebendfutter zu verfüttern. Da ist es egal, ob es Daphnien, Feenkrebse, Artemia, Regenwürmer, oder Mehlwürmer sind. Es wird eigentlich immer gut angenommen und fördert den Jagdtrieb der Triops. Die Futterabwechslung zeigt sich aber auch in anderen Bereichen: Die Triops häuten sich besser, sind vitaler und legen meist sogar noch mehr Eier. Hier gilt das Sprichwort: Ein glücklicher Triops, ist ein guter Triops.

Ich habe damals für die Longis einen Ernährungsplan erstellt.  Leider habe ich ihn nicht mehr auf dem Papier, aber ich kann ihn sicher ganz gut rekonstruieren :

  1. Pflanzliches Futter (Darunter  zählt hier: Algenpulver, -pallets)
  2. Protein Futter (Das sind die Futterkügelchen (Kraftfutter und co.))
  3. Frisches Pflanzliches Futter (Die Wasserpflanzen eignen sich beim Longi dafür gut. Aber hin und wieder ein Stück Salat, oder Gemüse bringt auch Abwechslung)
  4. Lebendfutter (Regenwürmer, Mehlwürmer, Artemia, Daphnien, etc.)

Die Longis sind im Vergleich zu den Cancris die Art, die auch Lebendfutter benötigt. Triops Longicaudatus Longicaudatus sind gute Jäger. Triops allg. haben eine interessante Jagdtechnik;  sie Stupsen die Beute von hinten an und "schauen", ob das Futter sich bewegt und ob es sich zu wehren versucht, oder kann. Dies wiederholen sie meist öfters, ehe sie Angriffe starten, die für uns eher wie ein Rammen aussehen. Bei diesen Art Kämpfen / Angriffen ist der Triops leicht nach vorne gekippt. So, dass der Gegner nur den Panzer erreichen würden. Es wird so versucht, das Tier zu töten, oder bewegungslos zu machen - mindestens so weit, dass sich es nicht mehr wehren kann. Daraufhin beginnt der Triops das Tier zu verspeisen.  Ich konnte damals bei Regen- und Mehlwürmer sehen, dass Triops, die diese Art Lebendfutter schon kannten, diese Form des anstupsens unterließen und direkt mit dem Verspeisen begannen.

Das Futter wird mit den Beinchen, die man auch "Blattbeine" nennt, durch die Mittelrinne zu den Mundwerkzeugen transportiert, wo er das Futter zerkleinert und aufnimmt.

Meine damalige Longi-Zucht hatte mit den Wasserpflanzen genug an Pflanzliches Futter. Neben dem Kraftfutter, bekamen sie einmal die Woche noch entweder einen Mehlwurm, oder einen Regenwurm verfüttert, den sie natürlich liebend gern annahmen. Aber auch Fleisch an sich kann verfüttert werden. Aber natürlich auch nur in geringen Mengen.

Das Resultat davon waren Longis, die zwischen 3-4 Monate gelebt haben und so viele Eier lagen, dass ich viele Ansätze daraus bekam. Diese habe ich in der Familie verteilt und habe den letzten vor kurzer Zeit wieder entdeckt, mit dem ich nun die neue Zucht begann.

 

Das war auch mein Beitrag. Ich bin auf eure Meinungen und Antworten gespannt 🙂

Liebe Grüße, Chris

 

 

Hi Chris,

ich kann deine Beobachtungen so unterschreiben.

Generell kann man als Grundregel sagen: Umso schneller die Triops wachsen, desto mehr proteinreiches Futter benötigen sie. Da Triops canriformis ein bisschen länger in der Entwicklung brauchen und bei kühleren Temperaturen leben, haben sie auch einen langsameren Stoffwechsel. Daher ist pflanzliche Kost besser für sie geeignet.

Bei den schneller wachsenden Arten ist aber auch auf jeden Fall eine abwechslungsreiche Ernährung wichtig, damit es z.B. bei der Häutung keine Probleme gibt. Meine Triops longicaudatus haben neben dem Hauptfutter auch sehr gerne Karotte, Zucchini, sogar Weintrauben, etc. angenommen.

Aber auch für die Eierproduktion wird reichlich Protein benötigt. Sind die Triops in einem guten Ernährungszustand, dann produzieren sie mehr Eier.

Abwechslung ist auf jeden Fall wichtig. Man will ja selbst auch nicht jeden Tag das gleiche essen.

In einem amerikanischen Forum habe ich gelesen, dass einige Arten auch sehr gerne Kartoffel essen. Das werde ich auf jeden Fall  mal ausprobieren.

Gekocht oder ungekocht?

Das ist eine gute Frage. Ich habe das Forum nach dieser Antwort durchsucht und nichts gefunden. Die haben halt nur von Kartoffel geschwärmt.

Nunja. Dann würde ich kochend Empfehlen?  Denke ich?  Dann ist sie jedenfalls nicht mehr zu hart. Möglicherweise könnte das, je nach Kartoffel zu viel für den Triops sein

Ja, ich würde das auch gekocht geben. Wäre meine erste Wahl gewesen. Ich werde es probieren zu gegebener Zeit.

Was ich noch da habe ist Krebsfutter von Sera. Das sind so Ringe. Da habe ich auch gelesen, dass sie gern gegessen werden. Und wenn die Triops gerne Lebensfutter jagen, werde ich wohl doch mal Artemia züchten. Sonst muss ich erst mal schauen, wo ich hier in der Gegend Lebensfutter herbekomme.  Damit habe ich nämlich so gar keine Erfahrung. Mückenlarven habe ich getrocknet da, auch Daphnien und Bachflohkrebse.

Mehlwürmer z.B bekommt man in jedem Zoo-/Tierfachhandel. Ich bin sicher, es gibt auch anderes Lebendfutter, welches man dort kaufen kann, welches die Triops gerne annehmen würden. 🙂

Ja, aber wie hält man das dann? Ich meine ich kann das ja nicht alles auf einmal verfüttern sondern über einige Tage. Damit hab ich eben noch keine Erfahrung.

Nun, Mehlwürmer z.B werden ja in so komischen Plastikboxen verkauft.  Mein Vater betreibt Terraristik. Er hat diese lange Zeit in dieser Plastikbox gehalten. Das problem dabei ist: Die Würmer sind so ausgehungert, dass sie nicht mehr wirklich Nährstoffe inne haben. Diese müsste man dann aufpäppeln.

Mitlerweile züchtet er Mehlwürmer. Von ihm werde ich mir dann, wenn es so weit ist, einige mitnehmen

Also bevor ich hier versuche irgendwas auszutreiben (wohne ziemlich ländlich), werde ich es dann erst mal mit einem Regenwurm probieren als Lebendfutter. Davon habe ich reichlich im Garten 😉

Ja. Dann ist ja gut 😀   Würde ich auch machen

Ist so ein Regenwurm nicht ganz schön groß für einen doch recht kleinen Triops?

Es gibt doch auch kleine Regenwürmer  😉

Ich kann mir vorstellen, dass die so einen Regenwurm schon fressen können, wenn ich sehe, mit welcher Vorliebe sie alle meine Pflanzen fressen und das in einer Geschwindigkeit, die ich von so einem kleien Tier nicht erwartet hätte...

Die fressen halt einfach wahnsinnig gern und viel  😆