Forum

Du musst dich anmelden um Beiträge und Themen zu erstellen.

Fließgewässer im Augenschein

Hallo!

Vorwort: Das Thema Leitungswasser wurde bereits im Thread "Leitungswasser im Augenschein" behandelt. Das Leitungswasser in meiner Region ist viel zu hart, daher wird eine Osmoseanlage fällig sein. Weiters habe ich vorerst den Plan geschmiedet, mit Wasser aus Fließgewässern (in der "Forumsprache" auch mittlerweile "Wildwasser" genannt) zu arbeiten bzw. die Triopshaltung zu starten. Meine Gedankengänge kann man aus dem oben genannten Thread entnehmen. Aus Kostengründen habe ich vorerst das geplante Biom-Becken (BB) als mainbase gestrichen. Da heißt es wohl eher Kanister schleppen.

Wie angekündet war ich heute unterwegs um Wasserproben aus Bächen und Flüßen zu entnehmen. Vorerst entnahm ich Proben aus Gewässern, wo ich wassertechnisch ein gutes Gefühl dabei habe und die Anfahrt kaum Zeit in Anspruch nimmt. Dabei handelt es sich um Proben aus einem Bergbach sowie eines großen Flusses. Besonders beim Bergbach habe ich ein gutes Gefühl, weil dieses Wasser wirklich recht sauber sein sollte. Ich fand auch nach kurzer Zeit Bachflohkrebse, die ja auch dafür Indikator sein sollten.

Diesesmal machte ich sowohl je einen Streifentest, wie auch Tröpfchentests, um auf Nummer sicher zu gehen. Es hat sich rasch gezeigt, dass die Tröpfchentests ganz andere Werte brachten und ich mich wohl eher darauf verlassen muss. Streifentests sind hier dann doch etwas zu ungenau.

Bergbach - Streifentest:

  • Cl2: 0 mg/l
  • pH: 7,6
  • KH: ~6°d
  • GH: >10°d
  • NO2: 0 mg/l
  • NO3: 1o mg/l

Bergbach - Tröpfchentest:

  • pH: 8,0
  • KH: 8°d
  • GH: 11°d

Fluss - Streifentest:

  • Cl2: 0 mg/l
  • pH: 8,0
  • KH: ~6°d
  • GH: 10°d
  • NO2: 0 mg/l
  • NO3: 1o mg/l

Fluss - Tröpfchentest:

  • pH: 8,0
  • KH: 10°d
  • GH: 10°d

Zum Vergleich noch einmal die optimalen WW für Triops:

  • Cl2: 0 mg/l
  • pH: 7,2-8,0
  • KH: <5°d
  • GH: <10°d
  • NO2: 0 mg/l
  • NO3: 25 mg/l

Auch hier haben wir wieder das selbe Problem, dass die Wasserproben zu hohe Härte-Werte (GH/KH) haben. Allerdings brauche ich sowieso eine Osmoseanlage und werde wohl dann im Endeffekt Bachwasser mit Osmose verschneiden, sodass GH und KH auch dann passen. Ich suchte zwar nach einer eventuellen Lösung um die GH/KH-Werte einfacher senken zu können, allerdings wurde ich nicht fündig. Und mit Chemie will ich wirklich nix am Hut haben.

Meine nächsten Schritte werden wohl dann sein, dass ich mich am Verschneiden des Bachwasser/Osmose herantasten bzw. Erfahrungen vorerst sammeln muss. Sobald ich hier ein System und gewisse Routine entwickelt habe, wird mein Augenmerk auf das Aufzuchtbecken wechseln. Da ich zum Thema AZB wirklich schon viel gelesen habe, wie auch dadurch etwas verwirrt wurde, werde ich gewiss mit einem weiteren Thread darüber reden wollen.

Soweit sogut, falls jemand Ideen oder Infos zu diesem Thema o.ä. hat, nur raus damit  🙂

LG Michael

 

Darf ich deine WW für die Triops korrigieren?

Meines Wissens nach sagt man GH unter 10 und KH unter 5

Wenn du das Bachwasser mit 1/3 Osmosewasser verschneidest, dann kannst du die Werte in etwa einhalten.

 

Aber ich finde deine Vorbereitungen faszinierend  😮

Zitat von Sabichl am 15. September 2018, 21:14 Uhr

Meines Wissens nach sagt man GH unter 10 und KH unter 5

Vielen Dank für die Info, habe ich sofort korrigiert.  🙂

Und danke für deinen Tipp, 1/3 Osmosewasser werde ich als Richtwert hernehmen!

Kein Problem  😆

Hast du denn einen großen Aufwand, wenn du das Wasser besorgst? Weil ich mir das wohl nicht antun würde. Zumindest nicht regulär, für ne Triopszucht vielleicht. Ich hab ja noch normal Aquarien mit nem relativ hohen Wasserwechsel. Da würde ich eher das Leitungswasser verschneiden.

Der Unterschied der Tröpfchentests ist schon enorm. Vielleicht sollte ich mir auch mal welche besorgen *überleg*

Auf jeden Fall ist das Wildwasser schon um einiges weicher, als dein Leitungswasser.

 

Sowohl Bach als auch Fluß können direkt angefahren werden. Es sind nur wenige Schritte notwendig um zum Wasser zu gelangen, beim Bach könnte ich sogar quasi aus dem Autofenster schöpfen, so nah  😆

Und ja, wie du schon angesprochen hast: Da ich mich nur auf die Triops konzentrieren möchte, ist es mit der benötigten Wassermenge und Arbeitsaufwand händelbar. Würde ich tatsächlich mehrere reguläre Aquarien mit Fischbesatz usw. haben, wäre das natürlich undenkbar. Und da ich sowieso in 2-3 Jahren wieder umziehen werde, darf es dann nicht noch extra viele Becken usw. zum schleppen geben  😉

Mal schaun wie die Nauplien auf das Wildwasser reagieren. Sollte es ein Reinfall sein, muss ich mich eh umorientieren.

Mittlerweile sind zwölf Tage vergangen, und in der Zwischenzeit kamen wieder weitere Gedanken und Ideen dazu. Was ich wohl vorerst etwas weniger berücksichtigt habe: Im Winter kann ich nicht von meinem favorisierenden Bergbach schöpfen, da er gerne zur Gänze einfriert. Da der Winter ja quasi vor der Haustüre steht, möchte ich vorerst mit Osmosewasser arbeiten, dass ich selber aufsalze und mit Bakterien impfen möchte. Und jep, richtig gelesen, ich möchte als Erstes mit diese Methoden Erfahrungen sammeln. Momentan hab ich wieder echt viel zu tun, selbst am Wochenende hab ich nicht mal Zeit die Osmoseanlage einzufahren. Das muss ich alles auf Ende der neuen Woche verschieben, zumindest plane ich das mal. Triopsbrut ist mittlerweile schon eingetroffen.

Ja, für dieses Hobby braucht man dann doch bissl Zeit...

Ich freu mich auf jeden Fall von deinem Start zu lesen.

Dann kannst du ja nen neuen Thread starten wie du das mit dem Aufsalzen des Osmosewasser machst und so. Bestimmt interessant.

Wie ich im Pflanzen-Thread schon geschrieben habe, läuft die Osmoseanlage gerade ein. Bin froh darüber, doch einen früheren Start erwischt zu haben.

Selena @ Ich bin gerade die Mischverhältnisse durchgegangen, und leider ist dieses Thema sehr kurzatmig. Ein Thread macht daher wohl leider weniger Sinn. Es kommt darauf an, welches Produkt du hast, und dementsprechend mischt man einfach das Salz auf eine gewisse Litermenge an. Dann kommt es erst ins Becken, und alles sollte somit passen.

Wenn ich das richtig gerechnet habe, sollte das angesalzene Osmosewasser dann 6 GH und 3 KH haben. Klingt triopsfreundlich, was?  😀

Die Werte hat mein Osmosewasser auch, in dem sind meine kleinen Kämpfer nun und denen gehts richtig gut darin.

Das freut mich zu hören, stimmt mich sehr positiv. Im Gegensatz zur Schnelligkeit der Osmoseanlage...  😆 bin ich froh wenn das Becken befüllt ist.

Das glaube ich dir sofort...

Mir stehen die nächsten Tage 100 Liter Osmosewasser bevor... Ich freu mich zwar schon voll, aber das wird auch Ewigkeiten dauern... Jetzt erst noch Pflanzen wässern und dann auf die Matten fummeln... wird noch viel Arbeit werden...

Wow, 100 Liter Osmose?  😆 Da bin ich ja gleich mal ganz still, ich mit meinen lappischen 40 Litern.

Aber ganz ehrlich... ich überlege gerade, ob ich nicht doch mit Bachwasser verschneiden soll. Aber diese große Menge ist ja doch nur für den Anfang, beim Wasserwechseln ist es ja doch dann erheblich bequemer.

Es ist jetzt nicht meine Ungeduld (die ich nicht habe), sondern das moralische Bauchgefühl gegenüber dem Restwasser  😆 auch wenn ich das Restwasser weiter verwerten werde... vlt ist gerade dieses Bauchgefühl so dominant, weil es schon den ganzen Tag regnet und die Regentonnen knallvoll sind  😛

Witzig, wie ich finde =)

Ja, das Restwasser stört mich auch sehr. Ich kann ca 40 bis 50 Liter für den Wasserwechsel in meinem großen Becken verwenden, aber es fällt leider sehr viel mehr an, als ich da rein schütten kann. Muss mir da auch noch was überlegen.

Aber wie du schon schreibst, ist es zum Glück nur das erste Mal so viel. Die Wasserwechsel sind dann ja deutlich weniger.