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Fließgewässer im Augenschein

Da mich das Verschneiden vom Bachwasser jetzt nicht in Ruhe ließ, schlug ich nochmal im schlauen Büchlein nach, dass ich vor paar Tagen erst erworben hatte. Die Rede ist vom Buch "Aquarienwasser - Hanns-J. Krause", und da findet man unter "F. Aufsalzen des Wassers" bei "1.Rohwasser" die Kreuzregel erklärt und ausführlich geschildert, wie man diese zu berechnen hat.

Demnach müsste ich 18 Liter Bachwasser mit 15 Liter Osmose verschneiden, um 6 GH als Wert in einer Mischwassermenge von 43 Liter zu erhalten. Irgendwie amüsiert mich das gerade und bin wohl wieder mit meinem Vorhaben dort gelandet, wo ich bei der Erstellung dieses Threads ursprünglich anfing!?

Die Kreuzregel ist ja wirklich toll. Hoffentlich denken sich die Triops das dann auch.

Du kannst es ja mal im kleineren Maßatab ausprobieren und dann die Mischung messen. Wenn du dann auf den passenden Wert kommst, dass kannst du es ja so machen. Ich würde nicht gleich alles an Wasser herstellen und ins Becken kippen nur um dann festzustellen, dass etwas an der Berechnung nicht gestimmt hat und dann wieder korrigieren zu müssen. Und unbedingt auch die KH berücksichtigen.

Klar würde ich vorher Tröpfchentests machen. Würde auch alles in Kanister anmischen, und nicht alles auf einmal.
Wenn ich die Bachwasser/Osmose-Mischung im kleineren Maßstab messen will (Rechnung ergab 6 Liter Bachwasser und 5 Liter Osmosewasser zu mischen), wäre die kleinste Mischung wohl 1 Liter Bachwasser und ein halbes Liter Osmose? Oder steh ich gerade am Schlauch?

Hm, wenn die KH im Bachwasser unter dem GH steht und dann mit Osmose gemischt wird, sollte doch im Endeffekt immer noch der KH niedriger als GH sein und quasi keine außergewöhnliche Veränderung mit sich bringen oder? Oder denk ich da zu blauäugig als blutiger Anfänger?

Rein theoretisch, wir nehmen an, dass das Mischwasser passen würde... ich wurde jetzt erneut auf das Thema Ionenverhältnis aufmerksam, hmmm... wäre das fatal für Triops? Immerhin mische ich da Bachwasser mit entsalzten Leitungswasser. Hier gibt es dann keinen ursprünglichen Zustand.

Und so nebenbei erwähnt: Ich bin irgendwie verwundert, ich hab hier in drei Stunden gut neun bis zehn Liter Osmose zusammen bekommen. Dachte schon, das würde länger dauern.

Wenn das Verhältnis 6 Liter Bachwasser zu 5 Liter Osmose ist, dann passt 1 zu 0,5 nicht...

Du bräuchtest 1 Liter Bachwasser und 833 ml Osmosewasser... oder liege ich da jetzt falsch ?

Ich bin in Mathe kein Genie, insofern glaub ich dir gern  😆 Dein Ergebnis klingt eh plausibel.

Oder man sagt, man nehme 6 Teile 50ml und 5 Teile 50ml... sollte doch auch auf das Ergebnis kommen oder xD

Dann hast halt bissl unter 6 GH aber das macht gar nichts... Mess doch mal bei einer 50 % zu 50 % Mischung. Das wäre dann auch immer leichter zu mischen.

Ja, das sind gute Ansätze zum herantasten. Werde wohl eine 300ml+250ml Mischung, wie auch eine 100ml+100ml Mischung überprüfen. Wie ich am Ende dann aber wirklich weiter mache, möchte ich jetzt noch nicht entscheiden. Bis Mittwoch hätte ich rein theoretisch genug Osmose produziert und das Bachwasser kann ich erst am Donnerstag holen. Wie auch immer, es bleibt spannend, bin schon auf die Ergenisse gespannt und werde dann weiter entscheiden...

Zum Thema Ionenverhältnis und Triopsverträglichkeit kann niemand was dazu sagen oder? Oder ist das eher bei Fischen wichtig?

Sabichl hat Recht.

18/18 =1 Liter Bachwasser

15/18 =833ml Osmosewasser

 

Das setzt aber voraus, dass das Bachwasser eine bestimmte GH hat.

So, am Freitag spät nachmittags fand ich die Zeit, die Wasserwerte vom Mischwasser (= Bachwasser (BW) + Osmosewasser (OW) verschneiden) zu untersuchen. Und heute möchte ich euch die Ergebnisse posten:

100ml BW + 100ml OW:

  • pH: 7,5
  • KH: 5°d
  • GH: 6°d

300ml BW + 250ml OW:

  • pH: 8
  • KH: 5°d
  • GH: 6,5°d

mein Osmosewasser:

  • (pH: 6)
  • KH: 1-2°d
  • GH: 3-4°d

Sowohl beim KH wie auch beim GH war die Verfärbung beim Tröpfchentest etwas schwieriger zu beurteilen. Daher die nicht ganz genaue Angabe. Allerdings werde ich zum Aufsalzen die höhere Zahlen verwenden, weil es ja dann immer noch passen würde.

Erstaunlich ist für mich sowieso, dass das Osmosewasser noch so hohe Werte hat. Man denkt sich ja wohl eher, man käme auf Null. Liegt vlt auch an meiner Anlage (es gibt welche um mehr Geld die das wohl besser machen) und dem steinharten Wasserwerten. Aber mich stört das eigentlich gar nicht, so spare ich wenigstens etwas Salz.

Die Ergebnisse des Mischwassers sehen gut aus, allerdings ist überall der KH doch nicht so perfekt. Da für Triops doch <5 KH°d notwendig wäre, schließe ich diese Mischverhältnisse aus. Und wenn ich das richtig sehe, wäre selbst das oben besprochene 1000ml BW+388ml OW-Mischverhältnis nicht brauchbar. Somit liegt der Fehler in der ursprünglichen Annahme, dass das Osmosewasser die Werte von Null hat. Man müsste die Kreuzregel neu berechnen.

Da die Osmosewasser-Herstellung jetzt nicht so gravierend war, werde ich wohl einfach dabei bleiben. Damit sehe ich mich raus. Mehr als zwei große Becken werde ich wohl eh nicht in nächster Zeit haben.

LG

 

 

 

 

Sehr gut, das schaut doch mal gut aus...

Welche Anlage hast du und was sind die Ausgangswerte ?

Die Werte kommen mir auch noch extrem hoch vor.

Ich hab eine "Osmose Professional 190" von Dennerle. Ist natürlich kein Profi-Gerät, aber fürs Erste tuts. Überrascht war ich trotzdem, dass da im Test kein Nuller raus kam, oder zumindest annähernd... Kann schon sein das ich in ein paar Jahren eine ordentliche Osmose-Anlage hole, aber vorerst sollte das mal reichen.

So muss ich das Osmosewasser wohl nicht sonderlich hochsalzen. Ich bin am überlegen, ob zukünftig nur ein dezentes Aufsalzen reichen würde, so nach Gefühl. Allein fürs AZB würde ja quasi dieses Wasser schon mal reichen, vermute ich.

So wie ich mich kenne, werde ich demnächst nochmal mit der Kreuzregel die neuen Osmosewerte berechnen wollen. Fakt ist, das beim Verschneiden weniger Bachwasser gebraucht wird. Wahrscheinlich hätten die alten Mischverhältnisse gepasst, würde man die Menge vom BW und OW einfach tauschen.

Der Wert von KH 5 ist irgendwie fies. Kleiner als der Wert 5 ist ja das Ziel... tz tz tz

Hmm, das ist komisch...

Ich habe die gleiche Anlage und bei mir kommt sowohl bei GH als auch KH nur 1-2 °d raus.

Mit was testest du denn ?

Ich hab da das "Sera Aqua-Test Set" in Verwendung.

Was mir ja gleich aufgefallen ist, war die neue Verfärbung durch die Reagenz-Tropfen. Sowohl bei KH und GH macht das Probewasser drei Farben durch, allerdings war das bei dem Osmosewasser kaum bis gar nicht der Fall. Es wurde weder blau noch braun, sondern hatte von Anfang an sehr leichte Farben und relativ bald die erwartete, letzte Farbe. Das verwirrte mich schon, deshalb führte ich den Test zweimal durch.

Ist dein Leitungswasser genauso hart wie meines?

Hey, meine GH ist 17 und meine KH ist 12, das sollte aber dennoch egal sein...eine Osmoseanlage sollte dennoch nahezu alles rausfiltern und nicht nur einen Teil.

Ich habe festgestellt, dass die Skalen bei den Sera Tests nicht immer stimmen... Wenn ich meine GH mit Sera messe, dann mache ich das immer mit einer Spritze um die 5 / 10 ml abzumessen, damit das dann auch stimmt.

Besser finde ich die Tests von JBL, da stimmen auch die Skalen.

Wen du eine Spritze hast, dann kannst du ja mal mit 10 ml Wasser versuchen und da ist dann jeder Tropfen 0,5 Härtegrad.

Dann kannst du es etwas genauer bestimmen.

Nun, ich dachte auch ursprünglich, die Anlage nimmt alles raus... aber selbst wenn man googelt, gibt es genug Fälle wo die Osmose nicht so eine ist, wie man sie ursprünglich erwartet hätte. Ich bin also kein Einzelfall, und naja, jetzt kann man es eh nicht mehr ändern.

Hmmm... die Idee mit den 10ml finde ich gut. Einen anderen Tester holen... ja, wäre auch eine Alternative.

Irgendwie ist das schon doof, mit den ganzen Tester... da kauft man, und kauft... und alles Schrott. Genauso mag ich das  😐

Mal schaun wann ich wieder teste...