Forum

Du musst dich anmelden um Beiträge und Themen zu erstellen.

Leitungswasser im Augenschein

12

Hallo!

Mein Augenmerk liegt momentan auf die Erschließung der Wasserwerte des Leitungswassers. Wie ich finde, ein sehr spannendes Thema. Mir wurde schnell klar das man hier wohl die meisten Fehler machen kann. Ein Grundpfeiler, der essentiell für die Triopshaltung ist und so auch behandelt werden soll. Ich weiß, dass wir hier sehr kalkhaltiges Wasser haben und wusste was auf mich zukommt. Ich machte vorhin auch einen Streifentest (Tröpfchentest-Koffer kommt erst noch) und war nicht sonderlich überrascht. Dass ich eine Osmoseanlage brauche, ja, mit dem Gedanken hab ich mich rasch angefreundet.

Tröpfchentest auf Cu: 0,0

Streifentest:

  • Cl2: 0 mg/l
  • pH: 8,0
  • KH: ~15°d
  • GH: >21°d
  • NO2: 0 mg/l
  • NO3: 5o mg/l

Hier kann mir wohl jeder bestätigen, dass die meisten Werte für Triops nicht geeignet sind. So sehe ich mich gezwungen, mit einer Osmoseanlage arbeiten zu müssen. Würde gerne eure Meinung dazu lesen. Und ja, wenn ich dann das Leitungswasser durch die Osmose jage, muss ich doch wieder das Wasser aufwerten, oder? Hat da jemand Erfahrung, wie man das am Besten für Triops macht? Welche Salze und vor allem wieviel auf einen Liter davon?

Zusätzlich werde ich noch über die Wochen an sämtlichen natürlichen Gewässern Wasserproben entnehmen und zu Hause analysieren. Einerseits juckt es mich einfach und möchte wissen wie da so die Werte aussehen, andererseits würde ich in Zukunft gerne geeignetes Wasser für die Anzucht usw. verwenden.

Soviel dazu erstmal  😉

LG Michael

 

 

Wow, da hast du ja ganz schön kalkhaltiges Wasser. Ich bin froh, dass bei uns die Werte sehr niedrig sind. Da würde ich wirklich empfehlen mal natürliche Wasserquellen zu untersuchen (willst du ja) und wenn du die Möglichkeit hast auch Regenwasser zu probieren.

Zu den Salzen kann ich dir leider keine Infos geben. Wie gesagt, so was brauch ich zum Glück nicht. Aber ich beobachte das Thema trotzdem mit Interesse.

Hey, ich habe auch sehr schwieriges Leitungswasser.

Normalerweise eine GH von 17 und KH 12.

Durch die Enthärtungsanlage im Haus habe ich GH 4 und KH 12. Meine letzte Zucht ist wahrscheinlich am KH gescheitert.

Ich habe gestern ganz viel Osmosewasser hergestellt, das Hauptbecken damit aufgefüllt und auch fürs AZB benutzt.

Ich verschneide das Osmosewasser mit Leitungswasser so, dass ich zu Schluss die "passenden" Werte habe.

Ich habe nun eine GH von 2 und eine KH von 4 im Hauptbecken und GH 1 und KH 2 im AZB

 

Selena @ Anfangs dachte ich auch an Regenwasser, allerdings habe ich bei weiterer Recherche viele negative Punkte diesbezüglich gefunden. Ich wusste vorher schon, dass Regenwasser, ganz besonders nach einer langen Trockenphase, sehr viel Schadstoffe enthalten kann. An was ich aber nicht dachte und ich durch die Suche herausfand ist, dass durch die Dächer und Dachrinnen erneut Schadstoffe hinzukommen können. Leider.

Sabichl @ Verstehe, vom Wasser verschneiden las ich schon so manches. Ich weiß aber echt nicht, ob ich diese Strategie so verfolgen möchte. Bin mir als Einsteiger noch zu unsicher, wie ich das angehen soll. Hmmm... wieviel Liter Leitungswasser musst du immer mit Osmose verschneiden, sodass deine Werte passen? Klar, mit jedem anderen Wert wird auch das Verschneiden anders, aber ich hab dafür noch kein Gefühl. Ich muss mich herantasten :).

Ich hoffe nachwievor, dass ich eine gute Naturquelle finden werde. Aber hoffe natürlich auch, dass ich dann nicht viel schleppen muss. Naja, kommt Zeit, kommt Rat.

Nachtrag:

Mit welchen Wasserwerten (pH, KH, GH) haltet ihr die Triops regulär im Hauptbecken?

 

Meine Werte waren immer irgendwas zwischen

GH 17 und später 10 jetzt 2

KH immer 12 jetzt 4

ich hatte Probleme mit der Enthärtungsanlage im Haus und habe es nicht gemerkt.

Aber meine Triops sind (vermutlich durch das harte Wasser) nur zwischen 30 und 40 Tage alt geworden.

Ich muss mal wieder testen um die Werte zu bestimmen. Laut Wasserwerk liegt das Leitungswasser bei GH 4,3 - 6,7° dH. Karbonithärte weiß ich jetzt nicht. Ich werd mal heute nen Streifentest machen (was anderes hab ich nicht da). Wir haben aber allgemein sehr weiches Wasser.

Ich würde auch empfehlen das Osmosewasser komplett aufzusalzen. So hast du immer die gleichen Eigenschaften und weißt, wieviel du reinmischen musst.

Danke nochmals für die Antworten  🙂

Selena @ Ja, stimmt, diese Vorgehensweise scheint vielversprechend zu sein. Beim Einfahren eines neuen Beckens scheint wohl noch eine gewisse Menge an Flusswasser o.ä. als Impfung sinnvoll zu sein. Beim Wasserwechsel wird wohl Osmosewasser reichen, ob man da auch immer aufsalzt, hmm, muss ich mich noch schlau machen.

Ich wäre mit Flusswasser und ähnlichem vorsichtig...Da können Schadstoffe drinnen sein, die wir nicht messen können... wie auch bei Regenwasser und sonstige Gewässer.

Auch animpfen bringt nicht immer was, da die Bakterien die du brauchst normalerweise nicht im Wasser rumschwimmen sondern eher im Bodengrund und im Filter sitzen.

Wenn man animpft, sollte man einen Aquarienfilter, der bereits voll Bakterien ist, im neuen schon laufenden Becken ausdrücken oder ein paar Wochen gemeinsam im Aquarium laufen lassen, damit sich die Bakterien in den neuen Filter vermehren. Man sagt, dass die Bakterien nach ein paar Stunden sterben, wenn der Filter nicht läuft. Also wenn du einen Bekannten mit Aquarium hast, kann der dir vielleicht helfen, ansonsten würde ich es ganz normal die paar Wochen einlaufen lassen.

Welchen Filter hast du denn ?

In puncto Aufsalzen fand ich folgendes Produkt: Salty Shrimp

Ich hoffe da richtig zu liegen, dass ich mit Garnelen-Artikel bei Triops gut punkte und nichts falsch machen kann. Ich hab auch zwecks Aufsalzen noch weiter recherchiert und weiß nun, dass man immer auf eine gewisse Menge Liter eben diesen oder jenen benötigten Dosierlöffel Salz anreichert. Egal ob beim Einfahren oder beim Wasserwechsel. Im Nachhinein betrachtet wirkt es eh logisch. ^^

Stimmt Sabichl, an das dachte ich natürlich auch schon. Allein durch die Landwirtschaft wird das Wasser unter Umständen recht beeinflußt. Ich dachte aber an Flüsse die Trinkwasserqualität haben. Oder soll ich das auch gleich vergessen? Bin mir unsicher. Seewasser ist ja weniger gut geeignet, hab ich wo gelesen? Wisst ihr was dazu?

Die Methode mit dem Aquarienfilter ausdrücken finde ich gut. Allerdings besitze ich weder das, noch hab ich einen Freund der ein Aquarium hat. Bin hier ein Einsiedler, war nicht nur mit der Terraristik damals so. Von daher muss ich auf andere Methoden zurück greifen: Ich spiele mit Bakterienkulturen, die zu kaufen sind, oooder ich hole was aus der Natur. Und ahja, zwecks Impfung: Ich dachte da an Wasser, allerdings mit Bodensedimenten, oder Detritus, wenn man das so nennen kann. Das sickert doch zu Boden, wäre damit denn nicht geholfen?

Wie gesagt, bisher besitze ich nur Wassertester, und eine Einkaufsliste, die aber erst abgegrast wird, wenn ich mir mit der Wasserthematik sicher bin. Aber ein Schwammfilter wäre geplant. 🙂

Nachtrag:

Könnt ihr mir zum Thema Wasser und Aquaristik gute Literatur empfehlen? Es muss doch sowas wie eine Bibel geben, für die Wasserthematik, oder?

Zu Triops gibt es kein gutes Buch? Ich fand jetzt nichts, was seriös gewirkt hätte.

Danke!  😳

Tja, leider kenne ich kein Buch, das ich empfehlen könnte.

Im Endeffekt ist leider jedes Aquarium anders, die Einrichtung, der Bodengrund, der Filter, der Standort, das Wasser... es gibt Richtlinien und Erfahrungen von Aquarianern, die das schon über Jahre machen.

Trotzdem können so viele Sachen die Becken beeinflussen, dass jedes bei jedem anders läuft.

Genau so ist es auch bei Triops...es gibt leider nicht die eine richtige Weise, da kommt es auf so viel mehr an... selbst wenn du den selben Ansatz exakt genau gleich ansetzt und nichts anders machst, hast du nie das gleiche Ergebnis...

Frag nach oder lies nach bei Leuten, die das schon länger machen oder lies in Foren.

Ich habe seit 16 Jahren Aquarien davon seit 7 Jahren ein 120 Liter Becken mit Axolotln, die alles andere als anspruchslos und unempfindlich sind...

Wenn du Fragen hast, dann frag ruhig.

 

Also aus Erfahrungen von vielen anderen, die es versucht haben, würde ich persönlich es nicht mit "wildem" Wasser oder Bodengrund versuchen... Du weißt nie, was du dir sonst noch so einschleppst... und wenn es nur Mückenlarven oder sonstiges Getier ist, welches du im Aquarium nicht haben möchtest... Abgesehen davon, dass es so viele andere Umwelteinflüsse gibt... Du weißt bei einem Fluss nicht, ob der nicht durch sauren Regen oder sonstiges doch verunreinigt ist...

Es wäre schade, wenn du Triops hast und sie dir im Hauptbecken sterben, weil was drin ist, was du nichtmal weißt.

 

Schwammfilter sind super... Wenn du eine Vorstellung davon hast, wie groß dein Becken sein soll und so, dann können wir dir hier auch bei der Einrichtung und den passenden Utensilien helfen. Ich habe mein erstes Axolotl Becken so "inkompatibel" eingerichtet, dass ich fast alles neu machen musste und das geht ins Geld.

Außerdem würde ich auch keine Bakterien kaufen, weil selbst die alt eingesessenen Aquarianer nicht glauben, dass das überhaupt was bringt und selbst wenn, dann dauert das Einfahren des Beckens halt vielleicht nur 4 statt 6 Wochen dafür hast du aber wieder was Chemisches im Becken, das da eigendlich nicht hin gehört... oder was meinst du, warum die Bakterien im Filter nach ein paar Stunden tot sind, die in der Flasche aber Monate oder Jahre halten sollen?

Es soll Natur nachstellen und Natur braucht Zeit um stabil zu laufen.

Zitat von Sabichl am 13. September 2018, 20:01 Uhr

Es soll Natur nachstellen und Natur braucht Zeit um stabil zu laufen.

Liebe Sabichl, genau so denke ich auch. Du wirst es nicht glauben, aber so gestaltet sich mein Leben, mein Alltag. Ich arbeite mit der Natur, meine Berufe bewegen sich ausschließlich in der Natur, und ich verstand sehr schnell, dass ein Miteinander nur funktioniert, wenn man organisch wächst, oder organisch mitwächst.  🙂

Aber es stellt sich bei mir die Haare auf, wenn ich daran denke, ein aufgesalzenes Osmosewasser mit einem neuen, jungfräulichen Filter in ein Becken zu geben. Dieser Zustand ist für mich, für meinen Hausverstand, ein absolut furchtbares Umfeld für ein Lebewesen das sonst in Tümpeln lebt. Mein Bestreben war immer schon, wenn ich schon Tiere in meine Obhut hole, dass sie auch ein wesensgemäßes und artgerechtes Habitat vorfinden. Ohne den eingefahrenen Filterschlamm kann ich das aber nicht, und wenn ich auf Wildwasser (schöne Bezeichnung übrigens, behalte ich mir) verzichten würde, hätte ich im Endeffekt eine leere Suppe mit künstlichen Wasserwerten. Und falls ich mal pausieren sollte, kein Becken läuft, stehe ich beim nächsten Versuch wieder einen Ansatz zu starten, vor dem selben Problem. Wenn ich ein vollständiges Aqua-Biom haben möchte, so denke ich, muss ich Wasser aus gesunden Wildgewässern nehmen. Hier bekomme ich doch alles mit, was ein Aqua-Biom benötigt, ohne Mangelerscheinungen in Hinsicht auf Stabilität und Vitalität, auch ohne eine Bakterienstammarmut zu haben?

Das Thema Bakterienkulturen kaufen ist sicher ein heikles. Hier scheiden sich die Geister, aber das ist vollkommen normal. Jeder macht seine Erfahrungen, und gerade bei Bakterien, die man ja mit dem bloßen Auge nicht sieht, weckt es bald auch mal den Misstrauen. Ja, das las ich schon, wenn der Filter ausfällt, sterben die Bakterien und das Wasser vergiftet sich in diesem Prozess. Ich kenne mich nicht mit Filterbakterienstämme aus, aber sehr wohl mit den allseits bekannten Effektiven Microorganismen. Ich habe schon damit gearbeitet, ich kenne viele Leute die darauf ihre Landwirtschaft bauen, die damit beste Ergebnisse erzielen, nämlich umweltschonend. Man kann die EM auch für das eigene Wohl verwenden, oder für seine Pflanzen. Das ist halt ein Thema, das so ähnlich behandelt wird wie Homöopathie. Jeder muss seine Meinung dazu bilden, ich für meinen Teil weiß, dass das keine Märchengeschichten sind. Und ja, um wieder auf das Thema zurück zu kommen: EM kauft man auch in Flaschen, die darin so aufbewahrt werden, dass sie quasi im Standby-Modus sind. Der Endverbraucher aktiviert sie und setzt sie zielsicher ein. Womöglich läuft das auch so mit den Aquarien-Bakterienkulturen? Wir wissen alle nicht, welche Stämme das sind, und ich kann mir gut vorstellen das es sich da genauso verhält wie bei den EMs. Aber das sind jetzt nur so meine Gedanken dazu, ich bin Aquaristik-Einsteiger, mache mir aber halt viele Gedanken dazu.

Zurück zum Thema Wasser und Wasserwerte:

Wenn ich das also richtig verstanden habe, ist jeder Aquarianer auf sich allein gestellt. Quasi jeder macht für sich die Pionierarbeit, jeder muss bei Null anfangen. Gut, diesen Input brauchte ich irgendwie noch. Weil wenn ich weiß, dass ich selbst wieder Pionier bin, ja, dann sehe ich das alles mit anderen Augen. Mir kann in dieser Hinsicht niemand helfen, ich kann zwar die Wasserwerte durchgeben und um Rat fragen, oder fragen welche Filter und welches Futter gut ist, aber das wars auch schon. Nun, finde ich jetzt besonders spannend, verschreckt mich aber nicht, weil ich manchmal schon Pionierarbeit hatte. Dann wundert es mich auch nicht, dass es keine Bücher dazu gibt, weil sonst jeder mehr oder minder einen Roman über sich selbst schreiben würde, was andere unterhält, aber sonst nicht weiter bringt  😉

Nun, eine Osmoseanlage ist für mich ein Muss. Ich will nicht immer Wildwasser wo holen müssen, vor allem im Winter, wäre das etwas abenteuerlich. Um das Aufsalzen komme ich sowieso nicht herum, weil ein leeres Wasser sicher auch negativ für Lebewesen ist. Ich wurde gestern Abend übrigens noch etwas schlauer bzgl dieses Salz, was ich weiter oben schon verlinkte: Dieser Artikel wäre nicht gut für die Triops, weil der KH bei Null bleiben würde. Ich muss mir also einen Schwesterartikel holen, quasi GH+ und KH. Soweit ich mich erinnere, las ich, dass KH5 für Triops perfekt wäre.

Momentan denke ich über diese Strategie nach:

  • Aufzuchtbecken 5 Liter? (AZB) mit Bachwasser starten
  • Hauptbecken 70 Liter (HB) mit Bachwasser und bei Bedarf mit Osmosewasser verschneiden
  • Biombecken 90 Liter (BB) das immer parallel läuft, quasi die mainbase für frisches Wasser nach Wasserwechsel usw.

Das Wasser aus dem Biombecken soll zukünftig das "Osmosewasser verschneiden" klein halten. Im Biombecken würde ich außerdem gerne meine alten Freunde wie Wasserflöhe und Bachflohkrebse ansiedeln. Gehen welche beim Umschöpfen mit, können sie die Triops dann auch jausnen. Nachgefüllt wird immer mit Bachwasser.

Sollte ich mit dem Bachwasser-Projekt (das Wasser muss ich erst analysieren) keinen Erfolg haben, muss ich mich mehr mit Osmose beschäftigen. Oder ein anderes Wildgewässer testen, sowas wie einen intakten Teich. Ich bin aber guter Dinge, dass das Bachwasser gut sein wird, da ich dort Bachflohkrebse immer finde und in diesem Habitat auch Feuersalamander angesiedelt sind, ein großer Wald auf einem Berg.

Was haltet ihr davon? Ich weiß, Sabichl, du ratest mir davon ab mit Wildwasser zu arbeiten. Aber von der Vorgehensweise, würde es doch Sinn ergeben? Ich würde ja ausschließlich mit Triops arbeiten, und trotzdem brauche ich ein Becken, eben das BB, wo ich immer auf ein (hoffentlich) stabiles, verlässliches Aqua-Biom zurück greifen kann. Dann hätte ich auch hier endlich den Filterschlamm, eben solchen Schlamm, den ich mir einbilde haben zu wollen  😛

Und ja, dieses Hobby ist verdammt teuer. Es wird daher teuer, weil die Aquaristik, und das erkannte ich in den letzten Tagen erst, eine richtige Materialschlacht ist. So viele Sachen braucht man, so viele Futterartikel, einiges an Technik und ja, da rede ich noch gar nicht vom Kauf der Triops. Aaaaaaber es brennt unter den Fingernägeln, weil ich mich schon auf die Wasserspielerei freue.

Soviel dazu, und ja, vielen Dank, Fragen tauchen sicher noch auf.  🙂

Ich würde sagen, dass du es versuchen kannst... aber ich verstehe nicht recht, warum du zwei Becken möchtest...

Ich lasse mein Hauptbecken auch ohne Triops die ganze Zeit laufen... so hab ich immer ein stabil laufendes Becken mit Schnecken drin, obwohl keine Triops drin sind.

Ich finde deine Vorgehensweise interessant... und wenn du das so machst, interessiert mich natürlich ob das alles so klappt.

 

Wenn du ein komplett neues Aquarium aufbaust, wo sowohl Wasser als auch Filter und Einrichtung neu ist, darfst du eh noch keine Tiere einsetzen... das kann ja nicht gut gehen.

Man baut es auf, lässt das Wasser ein und dann wartet man mindestens 6 Wochen bis der Nitritpeak kommt. In der Zeit entwickeln sich Bakterien, die dann eben durch den Peak einen Schub bekommen und ab da das Wasser stabil halten. Beschleunigen kann man das, indem man immer etwas Futter ins Wasser bringt, damit die Bakterien was zu Fressen bekommen.

In meinem ersten Becken kam der Nitritpeak erst nach drei Monaten, da hab ich die Tiere dann kurzzeitig aus dem Becken rausgenommen, der Peak hält meist ein bis zwei Tage an und dann hab ich sie wieder zurück ins Becken gepackt.

Aber die sechs Wochen sollte man mindestens abwarten.

Wie gesagt, das mir dem Wildwasser kann gut gehen, muss es aber nicht.

Zitat von Sabichl am 14. September 2018, 9:17 Uhr

Wenn du ein komplett neues Aquarium aufbaust, wo sowohl Wasser als auch Filter und Einrichtung neu ist, darfst du eh noch keine Tiere einsetzen... das kann ja nicht gut gehen.

Man baut es auf, lässt das Wasser ein und dann wartet man mindestens 6 Wochen...

Richtig, das ist mir schon klar. Das Einfahren von Aquarien ist mir geläufig. Dennoch bin ich jetzt durch die Triops so feinfühlig geworden, sodass ich denke, es gehört mehr Leben in ein HB als es sich von alleine entwickeln könnte. Daher bin ich auch momentan auf diesem Trip, Wildwasser zu verwenden, weil man damit Aqua-Biom bekommt, dass schon ewig existiert, ewig lebt, viel Energie mitbringt. Meine Worte mögen vlt. den einen oder anderen Aquarianer an die Decke gehen lassen, aaaaber, das ist mir egal. Ich ticke so, und gehe meinen Weg  😛 und wenn er steinig wird, dann soll er das doch...

Ich plane deshalb zwei Becken (HB+BB), weil ich ja zur Triopseier-Ernte das Wasser ablassen, den Sand darin trocknen und am Ende rausschöpfen würde. Das Hauptbecken (HB) sollte ich ja eigentlich Tümpelbecken (TB) nennen, weil ich es wie in der Natur, "nur einmal" fluten will. Die Biologie des Triops ist ja sowas von faszinierend und vollkommen durchdacht... die Evolution ist wahrhaftig göttlich. Die Strategie des schnellen Wachstums und der kurzen Lebenszeit bringt ja einige Vorteile mit sich, die man auch bei manch anderen Tieren sieht:

  • schnelles Wachstum begünstigt die rasche Fortpflanzungsreife, es kommt schnell zur Eiablage
  • die kurze Zeitspanne eines Tümpels wird optimal genutzt, man geht damit die unvorhersehbaren Launen der Witterung aus dem Weg
  • Krankheiten können sich schwer etablieren und gehen mit dem Zyklus der Trockenheit usw. bis zur nächsten Triops-Generation kaputt

Ich zumindest bilde mir ein, diese Strategie der Triops auch zu verfolgen. Sprich, ein Tümpelbecken wird immer komplett neu eingerichtet. Jede Triops-Generation braucht ein jungfräuliches Biom, um nicht vorzeitig belastet zu werden, falls eine Belastung vorhanden wäre.

In puncto Nitritpeak werde ich noch genauer nachfragen. Vorher aber mich darüber informieren.

Zitat von Sabichl am 14. September 2018, 9:17 Uhr

Ich finde deine Vorgehensweise interessant... und wenn du das so machst, interessiert mich natürlich ob das alles so klappt.

Und ja, ich bin nunmal so. Wenn ich wo Probleme oder Schwierigkeiten rieche, versuche ich immer auf meinem Weg und mit meinen Gedanken (und egal wie wenig Ahnung ich noch davon habe) das zu beheben oder wenigstens zu analysieren. Es gibt immer einen Weg, finde ich.

12