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Triops Experimentierkästen

Hallo 🙂

Ich habe mir vorhin Gedanken über die Experimentierkästen von den Namenhaften "Herstellern" gemacht.  Dabei habe ich eine alte Schachtel eines Triops Experimentierkastens gefunden. Oder um genauer zu sein das "Triops Starter Set" von Galileo.    Ich weiß noch, dass ich damals eher skeptisch über diesen Kasten war. Ich hatte mich davor nie mit Triops befasst, hatte einzig  Artemia hatte ich gezüchtet.  Die Eier und das Salz bekam ich von einem Bekannten geschenkt, der diese als Lebendfutter für seine Fische benutzte, aber die Fischhaltung aufgegeben hatte.   Man ist anfangs von UZK außergewöhnlich fasziniert.. aber seis drum.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich das Set aufgebaut hatte, befüllt und wartete. Ja, ich saß vor dem Becken, die Lampe darauf gerichtet und ich habe versucht, in Echtzeit etwas zu erkennen.  Natürlich hat man bei sowas natürlich weniger Glück 😀

Doch am nächsten Tag konnte ich sie sehen; einige Nauplien, die durch das Becken zuckten.  Leider sind diese einen Tag später verschwunden und etwas frustriert hatte ich das Wasser weggekippt und das ganze Ruhen lassen.  Erst ein paar Monate später packte mich die Lust dazu wieder und tatsächlich hatte diese Zucht sogar geklappt (weitestgehend).  Der Triops, der in diesem kleinen Becken lebte, wurde nur ein Monat alt.   Mir war aber damals schon bewusst, dass dieses Becken für ein lebendes Tier doch sehr klein ist.  Also habe ich begonnen mich zu erkundigen, konnte auch im Internet etwas dazu lesen und kaufte mir ein kleines Aquarium mit Technik (filter, Licht, Heizung), Kies und einen weiteren Ansatz. Genau genommen das Nachfüllset von einem Namenhaften Hersteller.  Ich hatte das Glück, tatsächlich mehr Triops als Feenkrebse oder ähnliches heraus zu bekommen und konnte den Triops groß ziehen. Dieser wurde auch knapp an die 3 Monate alt und ich konnte die Eier ernten und für eine neue Zucht verwenden. Genau genommen sind die Triops, die ich heute züchte die Nachkommenschaft meiner ersten Triops, die in einem Aquarium lebten.  Darum ist diese Zucht doch sehr nostalgisch. Man erinnert sich an die, die man einst hatte zurück und man freut ich darauf, bald wieder neue im Aquarium zu haben 🙂

Meine Fragen sind: Wie kamt ihr auf Urzeitkrebse (oder Triops speziell). Auch über einen Experimentierkasten, oder doch das gute, alte Ypsheft?

Was habt ihr für Erfahrungen mit diesen Sets gemacht?

Und was haltet ihr von diesen Sets?

Ich persönlich finde es schon... grenzwertig, Eier von Lebewesen als Spielzeug zu verkaufen und zu verpacken. Auch, wenn Triops nicht so langlebig sind, wie manch andere Tiere, sollte man so etwas mit keinem einzelnen Tier tun. Ich verpacke ja auch keine Fische und verkaufe sie als Experimentierkasten.  Dazu ist das Becken viel zu klein und die darin enthaltenen "Experimente"  (die meisten) sind sehr.. Wie soll man es nennen?  Tierunwürdig.   Es spricht so natürlich nichts dagegen, dieses Set zu kaufen, um mit seinen Kindern erste Schritte zu einem Haustier, der Aquaristik oder der Verantwortung zu tätigen. Doch sollte man bester Weise auch den Tieren ein schönes Leben bescheren, und die Bedürfnisse der Triops erfüllen. Das hat mehr als nur ein Vorteil. Darunter sind die Eier; sie leben dadurch meist länger und sind Vitaler und man hat mehr Spaß mit "glücklichen" Triops, als mit Triops, die sich nicht einmal wirklich in einem Becken drehen können.  Dazu hätte es für Kinder einen höheren Mehrwert...

Das war meine Meinung. Ich möchte aber diesbezüglich eigentlich kein Moralapostel spielen 😀

 

Mit freundlichsten Grüßen, euer Chris

 

Ui, ein interessantes Thema.

Ich persönlich finde diese "Spielzeug-Experimentierkästen" auch grenzwürdig.

Ich hatte mir damals das Yps-Heft gekauft und in einem Behälter versucht die Salzkrebse zu züchten. Hat leider nicht funktioniert. Jedenfalls habe ich mich daraufhin informiert und bin über Triops gestolpert. Ich hatte mir ein Starterset bei Triops-King geholt und gleich darauf auch ein 10-Liter-Aquarium gekauft. Dort habe ich meine erste Zucht drin durchgeführt und auch dieses Mal ist es noch das gleiche Becken.

Jedenfalls habe ich dann meinem Neffen (8 Jahre) auch ein Starter-Set geschenkt mit Eiern aus der eigenen Zucht. Leider hat es bei ihm nicht geklappt und er hat es seitdem auch nicht mehr probiert. Schade, aber vielleicht bekomme ich ihn wieder dazu,wenn er meine jetztigen Erfolge sieht.

Ich hatte also gleich ein großes Becken, weil ich alles andere nicht richtig finde. Ich glaube 2-5 Liter pro adultem Tier muss man rechnen. Wenn ich jetzt meine über 20 Tiere in der Anzuchtschale sehe, wird mir etwas bang. Aber erfahrungsgemäß dünnt sich das noch etwas aus.

Übrigens hab ich dann mit Garnelen weiter gemacht und hab heute Welse, Mollys und Neons. Und jetzt wieder Triops. (Und ich gebe zu, ich habe noch Feenkrebs- und Muschelschaler-Ansätze gekauft für später.)

Herzlichst Selena

Nach den Triops hatte ich auch Garnelen Mollys und Neons. Doch später (vor meinem Umzug) hatte ich die Tiere und das Aquarium verkauft. Heute sind es wieder Triops denen ich mich wittmen werde 🙂

Ja. Das dünnt sich meist noch stark aus. Man sagt im Prinzip ca. 5 Liter pro adultem Triops.  Andererseits sagen dir viele Menschen, die sich mit Aquaristik beschäftigen "Pro 1 cm Tier ein l Wasser". Das ist natürlich sehr pauschal, da es ja auch auf das Tier ankommt.  Mit meinen ca. 30 Liter könnte ich als Rechnerisch ~6 Triops halten. Da aber mein altes Aquarium auch nicht wirklich größer war, und ich dort 11 Triops drin hatte, sollte das kein Problem sein. -  Natürlich nichts gegenüber den 20 Tieren in deiner Aufzuchtschale 😀

Jedenfalls habe ich dann meinem Neffen (8 Jahre) auch ein Starter-Set geschenkt mit Eiern aus der eigenen Zucht. Leider hat es bei ihm nicht geklappt und er hat es seitdem auch nicht mehr probiert. Schade, aber vielleicht bekomme ich ihn wieder dazu,wenn er meine jetztigen Erfolge sieht.

Ja. Oft kann soetwas stark frustrierend sein. Selbst für mich. Aber ich hätte noch den Rest von dem jetzt angesetzten und noch die hälfte von dem restlichen Ansatz, um es erneut zu versuchen.  Leider aber kann man auch nicht jeden zu Triops überreden, bzw. dazu bringen. Du glaubst nicht, was ich damals an Ansätzen aus eigen Zucht an Verwandte verschenkt habe, in der Hoffnung, das sie die 'Leidenschaft' zu Triops teilen. Davon hat vielleicht einer einmal ein Triops in einem Aquarium gehabt.

 

Ich spiele auch mit dem Gedanken, nach der Zucht der Longis, Cancris anzusetzen, oder Cancriformis Beni Kabuto.  Genau genommen, möchte ich mich noch einmal durch alle Arten probieren und dazu natürlich auch die Aufzuchtberichte in diesem Forum hinterlegen.   Ich spiele aber mit dem Gedanken, baldig auch Feenkrebse zu züchten. Und möglicherweise auch Artemia. Wobei ich diese doppelt züchten würde.  Ich hatte damals recht guten Erfolg mit Artemianauplien als Lebendfutter für meine Triops. Aber ich würde sicher gerne auch welche groß ziehen. Noch ist genug Platz auf dem Schrank, dass ich das dort alles hinstellen könnte 😀

 

Jaja, der Platz. Den hab ich leider nicht. Hab noch ein größeres Aquarium auf dem Dachboden stehen, aber ich hab eigentlich keinen Platz und das Sideboard soll ja auch nicht zusammenbrechen. Man darf das Gewicht eines vollen Aquariums nicht unterschätzen.

Ich glaube ich brauche meine Ansätze nicht im Verwandten- und Bekanntenkreis verteilen. Dafür interessiert sich eh niemand. Höchstens eben mein Neffe. Den kriege ich vielleicht wieder dazu.

Ich finde es ja schon toll, dass es hier im Forum erst mal bergauf geht und es sich so langsam füllt.

Artemien wollte ich auch halten, aber ich denke mit den andren Arten habe ich erst mal genug zu tun. Aber ja, ich spielte mit dem Gedanken für meine Fische Artemien Nauplien zu züchten. Nur ein paar, damit Abwechslung auf den Speiseplan kommt.

Cancriformis Beni-Kabuto züchte ich gerade und bin schon gespannt auf die Färbung. Ich möchte aber auch gerne mal die grünen Australiensis züchten. Wenn man aber bedenkt, dass man pro Ansatz bis Ende ca. 3 Monate braucht (plus/minus), dann ist so ein Jahr ganz schön kurz.

Das stimmt.  Aber ich persönlich habe die Erfahrung, dass es nie langweilig wird. Man lernt ja auch immer dazu. Also ist die Zeit, bis zum nächsten Ansatz auch schnell rum. Was eigentlich wirklich schade ist. Nach drei Monaten hatte man sich ja an seine Triops gewöhnt und manch lustige und interessante Dinge "erlebt" / gesehen.

Zum Thema Artemiazucht: Es gibt in Aquaristikläden diese.. Artemio dinger. Ein Gestell, in denen man etwas Flaschenartiges hereinhängt, darunter ein Behältnis mit dem Artemia-Sieb und einer Pumpe + Schlauch. Man gibt das Salz und die Eier hinzu, macht den Schlauch rein und aktiviert die Pumpe. Nächsten Tag - 2 Tage sind dort ja die Nauplien drin, diese kann man dann durch das Sieb geben, abwaschen und dann verfüttern.  Mein Bekannter damals hatte eine Simple Flasche genommen und das ganze damit aufgebaut.  Eine gute, kleine Luftpumpe, die auch nicht zu laut ist, bekommt man ja schon happig. einzig das Salz und die Eier wären je nach dem etwas kostspieliger.   Aber für so ein Plastik"set" für Futtertiere 40€+ ausgeben wäre mir da eindeutig zu viel.  Aber ich werde mir vorerst auch kein neues AQ kaufen. Das eine muss vorerst reichen 😀

Ja, diesen Flaschen-Artemia-Aufbau kenne ich auch. So ne Luftpumpe hab ich auch da... Die Eier allerdings nicht, das wird schon teurer. Und zum Thema Salz: Man kann Spülmaschinensalz nehmen oder einfaches Meersalz aus dem Supermarkt. Habe auch gelesen das es egal ist, ob Jod drin ist oder nicht.

Gute und günstige Aquarien gibt es übrigens bei Hornbach (dann allerdings ohne Deckel! Ich denke hierbei wieder an lieben Mietzen. Da reicht dann eine normale Plexiglasscheibe auch zu).

Hi,

wie viele andere bin ich auch durch diese Experimentierkästen auf Urzeitkrebse gekommen. Meine erste Zucht begann mit der Triops City. Die Grundfläche in diesem Becken war natürlich viel zu klein, aber meine Zucht hat damals eh nicht geklappt. Ich hatte auch noch ein anderes Set von Kosmos, welches diesen hochkantigen Behälter als Becken hatte, welcher natürlich noch schlimmer war, auch darin wurde meine Zucht nichts. Mir kommt vor, dass in den Sets, die heute verkauft werden, die Grundfläche der Behälter zumindest etwas größer geworden ist.

Meine letzte Zucht startete ich mit einem Ansatz vom Nachfüllset von Galileo und ich muss sagen, dass die Qualität des Ansatzes wirklich spitzenmäßig war. Ob das nur bei mir so war, weiß ich leider nicht, ich kann mich jedenfalls nicht beschweren. 🙂

Als Adultbecken habe ich mir jedoch auch Aquarien zugelegt, ich habe ein 10l sowie ein 20l Aquarium, welche ich je nach Bedarf verwende.

Ich finde auch, dass Feenkrebse oder Artemia eine gute Alternative bieten, wenn man wenig Platz hat, da diese (ausgenommen ein paar größere Feenkrebs-Arten) nicht so ein großes Becken benötigen.

Hallo zusammen, das Thema ist zwar schon ein bisschen älter aber ich denke man sollte sich auf jeden Fall Gedanken über diese Sets machen. Für mich kam so ein Set nicht in Frage. Mein Sohn hat sich ein Aquarium gewünscht und ich wollte auf keine Fall Fische. Meine Eltern hatten immer Fische und ich fand sie extrem langweilig. Also habe ich mich im Internet schlau gemacht, welche Tiere für uns in Frage kommen. Wir sind dann bei den Triops gelandet und unsere erste Zucht war auch sofort erfolgreich. Ich habe mich vorher bereits in einem Forum belesen und alles hat geklappt. Wir haben die Tiere in einem 40 Liter Becken gehalten.

Aktuell haben wir wieder Benis angesetzt und ich finde es nach wie vor sehr spannend und toll für die Kinder. Auch der Kindergarten und die Schule sind von der Triopszucht begeistert und angetan.

Wir haben nach ganz viele gekaufte und getauschte Ansätze die wir noch nicht probiert haben, auf die ich mich aber jetzt schon freue. Unter anderem Longicaudatus auch albino und schwarz, Granarius...

Meine Freundin konnte ich auch, zumindest einmal, für die Zucht begeistern, der war die Haltung aber dann zu zeitintensiv. Sie hat sich ein wenig zu gut um die Triops gekümmert.

Hallo Nela,

schön, dass es auch Leute gibt, die nicht durch die Kästen auf die Triops gekommen sind  😆

Leider ist es, wie du schon von deiner Freundin erlebt hast, ein eher aufwendiges Hobby, woran man leider schnell die Lust verlieren kann, wenn es nicht so klappt wie man es gerne hätte.

Da bieten sich dann die günstigen und platzsparenden Experimentierkästen an. Die Kinder versuchen, scheitern daran, dass die Eltern meist nicht oder nur kaum helfen und dann ist die Sache gegessen... man hat kaum Anschaffungskosten und muss sich nicht weiter darum kümmern. In den Anleitungen wird es immer beschrieben, als wäre die Zucht von Triops ganz einfach und unkompliziert. Doch die Meisten scheitern daran.

Gerade Kinder sind schnell begeistert, verlieren aber die Lust, wenn es mal keine Erfolge zu verzeichnen gibt.

Ich finde es sehr schön, dass du die Zucht so ernst nimmst und somit ein gutes Vorbild für deinen Sohn bist. Daraus lernt er sicher auch sehr viel für später.  😀

 

Viel Glück weiterhin

Hallo Sabichl,

ich gehe mit allen meinen Tieren so um.  Ich halte auch meine Pferde das ganze Jahr im Offenstall obwohl es noch genug Leute gibt für die es völlig ok ist ein Lauftier 23 Stunden in die Box zu stellen und 1 zu bewegen. Schlimmer geht immer kommt aber für mich nicht in Frage. Bei uns sind alles Familienmitglieder egal wo sie wohnen.

Bei meiner Freundin war leider einfach das Problem, dass sie sie den ganzen Tag betüddelt hat. Ihr ist ständig das Wasser gekippt weil sie es ein bisschen zu gut gemeint hat.

Mir bereiten die Triops Freude und wecken meinen Ehrgeiz.